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PRESSEMITTEILUNG:
Frankfurt am Main, 24. Juli 2010
Anna Latsch – Stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Römer:
SPD fordert Nachtragshaushalt
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Scharf kritisiert die SPD-Politikerin den Griff des Landes in die städtische Kasse: „Um den Landeshaushalt zu sanieren, werden der Stadt rund 60 Mio. Euro Zuweisungen aus der Grunderwerbssteuer gestrichen. Das Geld wird fehlen, wenn es darum geht, ordentliche städtische Infrastruktur zu erhalten oder um den sozialen Zusammenhalt der städtischen Bevölkerung zu wahren. Am Ende wird der Landesregierung ihre kommunalfeindliche Politik auf die Füße fallen, dann ist es aber zu spät für Einsicht.“
Gleichzeitig mit dem Verlust dieser Einnahmen wurde bekannt, dass die Ausgabenplanung im Sozialetat völlig unzureichend sind, in den Jahren 2010 und 2011 um bis zu 35 Mio. höher ausfallen werden, als veranschlagt. Nicht bezifferbar hingegen ist der Einnahmeausfall der Stadt durch die geplante Änderung der Bauordnung. „Vermutlich zweistellige Millionenbeträge aus der Stellplatzablöse wird die Stadt nicht mehr für den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel haben. Das ist fatal, weil so Menschen zur Nutzung ihres Autos gezwungen werden und Lärm und Luftverschmutzung wird noch mehr steigen“, so Frau Latsch, die auch Mitglied im Verkehrsausschuss ist.
„Der Nachtragshaushalt ist keine Forderung der Opposition, die ein Kämmerer mal so zur Seite wischen könnte“, warnt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Die Gemeinde ist gesetzlich verpflichtet eine Nachtragssatzung zum Haushalt zu erlassen, wenn ein sich veranschlagter Fehlbetrag wesentlich erhöhen wird.“ Nachzulesen sei dies in der hessischen Gemeindeordnung. Die einzige Alternative sei eine Haushaltssperre. Mit dieser müsste jede einzelne Ausgabe durch Magistratsbeschluss abgesegnet werden. „Eine Haushaltssperre kann ja wohl niemand, der ernsthaft Politik für die Menschen in Frankfurt machen will, befürworten“, so Frau Latsch. „Die Leitragenden unter einer Haushaltssperre wäre die vielen Initiativen und Vereine, also die Menschen, die mit ihrer freiwilligen Arbeit die Stadt zusammenhalten. Die SPD fordert den Nachtragshaushalt auch genau deshalb, damit nicht am falschen Ende gespart wird.“








